Theoria

researching games Barcamp 2016 – Oder: Viele Menschen reden über Spiele – gamesnarrative

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Frisch zurück aus unserer Hauptstadt möchte ich einen kleinen Rückblick darauf geben, was ich die letzten Tage so in Berlin getrieben habe. Doch verschone ich euch dabei von einem typischen Touristen-Parkour zu berichten, sondern gehe auf den Höhepunkt meiner Reise ein, der sich in den letzten zwei Tagen gipfelt, nämlich dem 22. und 23.04.2016, wo das Barcamp researching games 2016 an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin stattfand. Was ist ein Barcamp? Das hat weder mit einer Bar oder einem Camp etwas zu tun, vielmehr ist es eine „Unkonferenz“, deren Ziel darin besteht, gerade aus dem streng wissenschaftlichen Rahmen auszubrechen und mit offenen Workshops, Diskussionsrunden und auch mal ohne akademischen ete pe te te frei einen Zugang zu einem Themenfeld – in dem Fall digitale Spiele – zu finden. So werden beispielsweise die Vorträge demokratisch zu Beginn des Barcamps von den Teilnehmern selbst festgelegt und Umwerfen und Neugestalten gehören hier zum guten Ton. Ebenso ist jeder Teilnehmer dazu aufgefordert, einen Vortrag zu halten, wenn er mitmacht, denn nur so können sich neue Wissenshorizonte erschließen.

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Carsten erzählt Sachen.

Für mich war es die erste Erfahrung mit solch einem Format und es stieß sofort auf meine Gegenliebe, denn gerade für das Feld der recht jungen Computerspielforschung scheint ein offenes Forum mit vielen Beteiligten aus unterschiedlichen Disziplinen geradezu prädestiniert zu sein. Das „researching games Barcamp“ versteht sich als Plattform für die wissenschaftliche Erforschung digitaler Spiele, das gerade den jungen Spieleforscherinnen und –forschern eine Möglichkeit bieten soll, ihr Themenfeld einem größeren Publikum von Gleichgesinnten vorzustellen. Gerade die Interdisziplinarität eröffnet somit einen breiten Überschlag, vom IT-Experten, über Medienpädagogen, bis hin zu Philosophen und Marketing-Mitarbeitern ist alles und mehr dabei. Für mich persönlich war der Austausch enorm und ich habe festgestellt, ja, es gibt so verrückte Forscher wie mich, die verstanden haben, dass Spiele Teil der Kultur sind und der weiteren intensiven Erforschung bedürfen. Der Erkenntnisse gab es demnach viele, auch wenn keiner der anderen Teilnehmer inklusive mir in der Lage war, allen der rund 40 Vorträge, verteilt auf zwei Tagen, lauschen zu können. Denn diese wurden am ersten Tag auf sogenannte fünf Tracks verteilt (am zweiten auf drei), sodass jedermann zwangsweise andere Vorträge verpassen musste.

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Slotpanel mit Tracks für den zweiten Tag.

„Resgames“ bedeutet somit knallharte Wissensoffensive in zwei Tagen, bei der so viel Input entsteht, dass ich sicher noch ein paar Wochen brauche, um alle Wissenshäppchen zu sortieren und einzuordnen. Auch werde ich nicht auf die Vortragsthemen eingehen, da dies diesen Artikel sprengen würde, obiges Bild zeigt die Slotplanung für den zweiten Tag und wie die Reihenfolge entschieden wurde.

Wer es jedoch genau wissen möchte, dem sei dieser Link empfohlen, wo alle Vorträge gelistet sind:

Slotplan 2016 researching games Barcamp

Natürlich ist das Nebenher bei so einem Barcamp genauso schön wie die Vorträge selbst, dass heißt Kontakte zu knüpfen, Interessensgebiete auszutauschen oder gar neue Projekte zu starten. Dass das Ganze auch noch in der „International Games Week Berlin“ stattfindet, wo es an allen Ecken und Enden Games-Veranstaltungen gibt, scheint geradezu das I-Tüpfelchen des begeisterten Gamers und Games Studies-Interessierten zu bedeuten. So konnten wir als „resgames“-Gruppe den ersten Abend des Barcamps in der A MAZE Party in Berlin beschließen. Indie-Games. Game-Musik. Und alkoholische Getränke. Sowie internationale Games-Verrückte. Was will man mehr.

Das Orga-Team um „resgames“ ist eine wirklich großartige Truppe und schafft eine Meisterleistung darin, diese tolle Tagung bereits zum fünften Mal zu stemmen, verschafft es doch Neulingen und alten Hasen eine Möglichkeit, tiefer ins Spielfeld einzutauchen.

Wer die Vorträge verpasst haben sollte, kann diese (alsbald) allesamt auf der Seite von „researching Games“ inklusive meinen finden. Wer meinen Beitrag „Virtual Reality – The next Big Thing or the next Big Bullshit“ schon jetzt einsehen möchte, kann dies gerne mit diesem Link tun:

„Virtual Reality – The next Big Thing or the next Big Bullshit“ – Carsten Thomas

 

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4 Kommentare zu „researching games Barcamp 2016 – Oder: Viele Menschen reden über Spiele – gamesnarrative

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